Helfen wie die Großen

Ausbildung in Erster Hilfe für Schüler der Hermann-Schmidt-Schule

Der Schulsanitätsdienst 2012_1Hilfe leisten, bei kleinen und größeren Notfällen. Viele Erwachsene tun sich damit oft aufgrund fehlenden Wissens schwer. Zehn Schülerinnen und Schüler der Hermann-Schmidt-Schule in Schloß Neuhaus haben ihnen demnächst einiges voraus. Seit September lernen sie in einem groß angelegten Lehrprojekt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz(DRK) die Grundlagen der Ersten Hilfe.

 

Lehrer Markus Arenhoevel ist es besonders wichtig zu zeigen, dass der Förderbedarf in der geistigen Entwicklung der Kinder keinesfalls die Fähigkeiten, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein,ausschließt. „Neben der Vermittlung der grundlegenden Schulfächer, wollen wir unsere Schüler möglichst optimal auf das Leben vorbereiten. Dazu gehört auch das Erlernen bestimmter sozialer Kompetenzen", so Arenhoevel. Der Unterricht von Erster Hilfe biete dafür besondere Potenziale. 

Innerhalb eines Schuljahres lernen die Kinder in regelmäßigen Unterrichtseinheiten die Grundlagen der Ersten Hilfe, Wunden zu versorgen und einen Notruf abzusetzen um professionelle Hilfe herbeizurufen. „Der angemessene Umgang mit verletzten Personen und deren Betreuung durch die Schüler wird hierbei eine besondere Rolle spielen", weiß Bianca Linnenbrink, Ausbilderin des DRK in Schloß Neuhaus. Sie führt die Schüler zunächst behutsam an die Thematik heran. Die wichtigsten Inhalte werden anschließend noch einmal durch die teilnehmenden Lehrer wiederholt und so vertieft.

„Abschließendes Ziel ist es, gemeinsam mit den Schülern und den betreuenden Lehrern einen Schulsanitätsdienst für die Hermann-Schmidt-Schule ins Leben zu rufen, der letztendlich allen Schülern der Einrichtung zugute kommen würde", erklärt Bianca Linnenbrink. Im Ernstfall wäre nicht nur schnelle erste Hilfe vor Ort, die teilnehmenden Schüler könnten so auch direkt ihr erworbenes Wissen anwenden und nicht nur in der Theorie Verantwortung übernehmen.

Aufgabe der Schüler wird es sein, unter Anleitung für eine tägliche Bereitschaft zu sorgen, im Ernstfall erste Hilfe zu leisten, das Sanitätsmaterial der Schule regelmäßig zu überprüfen und schließlich auch vorbeugend nach möglichen Gefahrenquellen Ausschau zu halten und auf diese hinzuweisen. 

Für die passende Motivation der Schüler sorgt zunächst eine realitätsnahe Ausbildung. „Bei uns gibt es nicht nur graue Theorie, sondern vor allem die Möglichkeit Dinge selbst auszuprobieren und direkt anzuwenden", weiß Bianca Linnenbrink. Dafür würden auch schon mal täuschend echt aussehende Wunden geschminkt oder extra Darsteller engagiert. Zudem seien besondere Aktionen geplant, wie die Vorstellung eines echten Rettungswagens. „Wir motivieren unsere Schüler zudem durch eigens für sie angeschaffte Sicherheitswesten, Sanitätsmaterialien und andere Ausrüstung", weiß Markus Arenhoevel. Dass das Interesse auch bereits im Vorfeld schon groß war, zeigen die Anmeldezahlen. „Diese überstiegen unsere Kapazitäten bei weitem, sodass wir auch bei einer möglichen längeren Kooperation mit dem DRK wohl keine Nachwuchssorgen befürchten müssen", so Arenhoevel.

Bis es soweit ist, stehen den aktuellen Teilnehmern jedoch noch einige Wochen spannender Ausbildung bevor.

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